2009 - KUNST ZUR ZEIT DES KALTEN KRIEGES
Kunst und Design 1950-1989 auf beiden Seiten des Eisernen Vorhanges
www.kkk.schlossriegersburg.at
KUNST ZUR ZEIT DES KALTEN KRIEGES
(Kunst und Design 1950-1989 auf beiden Seiten des Eisernen Vorhanges)
SONDERAUSSTELLUNG 2009
BAROCKSCHLOSS RIEGERSBURG
Von 29. April bis 15. November 2009
Kuratoren:
Mag. art. Hanno Karlhuber
Iveta K. Pavlovicova, Ph. D.
Logistische Kuratorin:
Museumsleiterin Francesca Gräfin Pilati von Thassul
Die Kuratoren v.l.n.r
Schlossherrin Francesca Gräfin Pilati
Mag. art. Hanno Karlhuber
Iveta K. Pavlovicova, Ph. D.
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Als Begleitausstellung der ersten grenzüberschreitenden niederösterreichischen Landesausstellung
2009 findet täglich (9-17h, im Sommer bis 19h) vom 29. April bis 15. November 2009 im Barockschloss Riegersburg die Sonderausstellung:
KUNST ZUR ZEIT
DES KALTEN KRIEGES
unter der Schirmherrschaft des
Landesintendantes ORF NÖ
Prof. Norbert Gollinger,
der Botschafterin der Republik Österreich in der Tschechischen Republik
I. E. Frau Dr. Margot Klestil-Löffler
und des Botschafters der Tschechischen Republik in Österreich
S.E. Dr. Jan Koukal
statt.
KURATOREN:
Mag. art. Hanno Karlhuber und Frau Iveta Pavlovicova, Ph. D.
Logistische Kuratorin: Francesca Gräfin Pilati von Thassul
Es sind nun 20 Jahre her, seitdem die Grenzen zu unseren östlichen Nachbarländern wieder geöffnet sind. Aus diesem Anlass zeigt das Barockschloss Riegersburg Kunst und Design aus der Zeit
zwischen 1950 – 1989 entlang des Stacheldrahtes. Die Ausstellung soll zeigen, dass diesseits und jenseits der Grenze ein gemeinsamer Kulturraum besteht.
Von österreichischer und tschechischer Seite sind namhafte Künstler und Künstlerinnen vertreten, die durch die Zeit des Kalten Krieges beeinflusst wurden.
Die gezeigten Werke stammen zumeist aus Privatsammlungen und aus den Beständen oder Nachlässen der Künstler.
Aus Österreich werden u.a. Werke von folgenden Künstlern gezeigt:
Prof. Ernst Degasperi, Adolf Frohner, Gerhard Gutruf, Prof. Fritz Itzinger, Hanno Karlhuber, Karl Korab, Renate Korinek, Arnulf Neuwirth, Franz Xaver Ölzant, Otto Staininger, Prof. Erich
Steininger, Franz Traunfellner, Linde Waber, Hermann und Edeltraud Walenta
Als Ergänzung zeigen wir auch Künstler aus der ehem. DDR: Prof. Helmut Maletzke, aus Ungarn: Zoltán Vén, und aus Westdeutschland: Uli
Weiße.
Das Design aus dieser Zeit, auf beiden Seiten der Grenze, wird großzügig durch die Firma Lobmeyr dokumentiert und zur Verfügung gestellt. Es werden nicht nur Kunstwerke von z.B.
Pavel Hlava und Jiri Suhajek gezeigt sondern auch Zeichnungen aus dem Lobmeyr Archiv.
Von tschechoslowakischer Seite sind u.a. namhafte Künstler und Künstlerinnen vertreten die einerseits in „innerer Emigration„ gearbeitet haben, wie:
Jirí Anderle, Karol Baron, Oldrich Bolom-Kotari ,Vladimir Boudník , Pavel Brázda, Augustin Cech, Viktor Chrenko, Josef Istler, Bohuslav Janovský, Juliana Jirousová, Jiri Kríž, Josef
Kremlácek, Jánuš Kubícek, Josef Liesler, Mikuláš Medek, Bohumir Matal, Pavel Navrátil, Ladislav Novak, František Peterka, Roman Podrázský, Bohuslav Reynek, Zdena Šafka Reháková, Pavel Roucka,
Otto Stritzko, Karel Svolinský, Josef Váchal, u.a.
andere Künstler, die ins Ausland emigriert und dort geblieben sind, wie:
Jan Koblasa, Jirí Kolár, Lukas Kandl u.a.
Einige von ihnen sind wiederum nach der Wende in ihre Heimat zurückgekehrt wie:
Reon Argondian, Jan Kristofori und Lubo Kristek.
Außerdem zeigen wir Werke aus der Fotosammlung der PPF Group (Ceska Pojštovna) mit Künstlern wie:
Josef Sudek (gilt mit Man Ray zu den weltberühmtesten Fotografen der Moderne), Václav Chochola, Johann Fenz, Béla Kolárová, Taras Kušcynskij, Jan Lukas, Emila Medková,
Jan Pavlík, Vilém Reichmann, Daniel Reynek, Jaroslav Rössler, Dušan Rouš, Vasil Stanko u.a.
Von österreichischer Seite werden Fotos von Pedro Kramleitner gezeigt.
Johann Fenz ist mit Aufnahmen des Barockschlosses Riegersburg vertreten.
Die Sammlung der Schlossherrin zeigt Werke von jeweils einen Künstler beider Seiten des Eisernen Vorhanges.
Es ist wichtig zu betonen, dass die Ausstellung nicht unter einer stilistischen Vorgabe steht. Es wird keine Kunstrichtung vorgestellt, sondern entscheidend bei der Auswahl der Künstler ist der
biografische Aspekt.
Das Barockschloss Riegersburg ist durch seine grenznahe Lage und durch seine großzügigen Räumlichkeiten hervorragend geeignet, eine solche Ausstellung zu präsentieren.
Die Museumsleiterin Frau Francesca Gräfin Pilati veranstaltet nun seit bereits 6 Jahren große, grenzüberschreitende Sonderausstellungen auf Barockschloss
Riegersburg, sowie Konzerte mit dem tschechischen „Festival
Concentus Moraviae“. Ihre Verdienste um die Region sind unbestreitbar. Schon vor einigen Jahren bekam sie deswegen den Kulturpreis Rudolf II von der Masaryk Akademie
der Künste in Prag verliehen und 1999 ein Diplom für ihr Einsatz um die Verbesserung der Infrastruktur zwischen Wien und Prag auf der I/38, der ehemaligen Via Imperialis (Kaiserstrasse).
Diese wurde seinerzeit vom Besitzer des Schlosses, Fürst Johann-Josef Khevenhüller-Metsch einem direkten Vorfahren ihres Mannes, ins Leben gerufen.
Dank den Privatsammlern, den Familien verstorbener Künstler, dem Mährischen Denkmalamt und dem Museum der Stadt Brünn. Es ist uns gelungen ein schönen Überblick dieser Zeit zu präsentieren.





























